szmmctag

  • Aspirational

    Unter folgendem Link (etwas den Text runterscrollen) könnt Ihr den Kurzfilm Aspirational mit Kirsten Dunst sehen.

    Nette Zeitgeistdoku. Ich find ihn klasse real und gruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuselig.

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2014-09/kirsten-dunst-selfie-kurzfilm-aspirational

    PS: Kennt Ihr die Geschichte des amerkanischen Mädchens (dem ich gar keine großen Vorwürfe mache), das ein Selfie von sich im Konzentrationslager getwittert hat?

    Da dachte ich mir schon, Mensch, lasst es in Ruhe, das Mädchen hat sich nix dabei gedacht, ist klar... aber wo wird der Weg der Gesellschaft wohl hinführen? Ich bin froh, dass ich am Ziel nicht dabei sein werde.

  • Mein Brotkorb/Utensilo

    In letzter Zeit ist mein Hobby (Freunde und ein Leben außerhalb der Arbeit und des Studiums hab ich ja nicht) alles selbst zu machen.

    Ich backe wirklich seit Wochen unser Brot, stelle immer noch den Joghurt her, ach generell, alles was man so selbst machen kann, gewinnt schnell mein Interesse.

    Und jetzt habe ich (und wer mich kennt, weiß was das bedeutet) mir eine Art Brotkörbchen g e n ä h t.

    Ich weiß nämlich nie wohin mit dem selbstgebackenen Brot (und hülle es deshalb immer in Küchentücher). Tüten fallen weg, weil ich erstens kein Plastik benutzen will, zweitens würde es darin zu sehr schwitzen. Dasselbe gilt für sämtliche Brotbehälter, die ich so ergoogeln konnten und die unter 100 Euro kosten. Und wenn darin einmal nur ein Brot geschimmelt ist, kann man den Kasten wegwerfen.

    Also ist die Alternative Leinen oder Baumwollstoff, dachte ich mir.

    Ich habe mir im Internet einen Stoff ausgesucht (bei dem ich mich aber inzwischen frage, was mich in diesem Moment geritten hat), Bügelvlies (von dem ich vorher nicht wusste, das es ihn gibt) gleich mitbestellt und gestern kam das Material an.

    Bis 23.23 Uhr habe ich dann daran gesessen und hier ist es. Ähm, weiter unten natürlich.

    JOAH ich weiß schon. Die Stoffwahl,... und irgendwie... ja... aaaber handwerklich ist es schon gut geworden oder? Ich war nie in einem Nähkurs oder so. Deshalb, obwohl das Ergebnis mich selbst nicht überzeugt, bin ich doch irgendwie stolz.

    Aber ich frage mich, ob ich jetzt nicht noch Henkel dran packe und es eher als kleine Tasche benutze, weil eigentlich passt das Utensilo gar nicht in unsere Küche. Als ich den Stoff bestellt, dachte ich noch, och so ein Farbklecks ist bestimmt super. Aber irgendwie... naja...
    IMG_20140926_135621zauberbaum

    Meine große Tochter Nannerl sagt dazu, dass es eher aussieht wie ein Katzenkörbchen, weiter hat sie die Idee, man könnte auch Erde hineintun, dann sei es ein schöner Blumentopf. HMPF

    Der Zauberbaum ist ein Kunstwerk von ihr, da muss man wohl nicht lange darüber nachdenken, wie der liebe Gott das Talent in unserer Familie verteilt hat.

  • Werkstattgeschichten

    Heute habe ich mit Markus Schiffe versenken gespielt. Und er hat mich sowas von weggeputzt. Ich bin glaub ich nur einmal drangekommen.

    Er hat mir vorher zugesehen, wie ich meine Schiffe aufzeichnete, aaaaaaber, ich hätte nicht gedacht dass er sich das merkt. Bevor wir anfingen, baute ich eine Wand zwischen uns auf, und damit hatte ich längst vergessen, wo er seine Schiffe platziert hatte.

    Markus bewies dann eine Art photographisches Gedächtnis und traf zielsicher. Hmpf.

    Ich könnte Bände darüber schreiben, wie verblüfft ich häufig am Tage bin, wenn die offiziell als Minderbegabte diagnostizierten Beschäftigten, erstaunliches Können an den Tag legen.

    Felix zeichnet Sachen, die möchte ich zu Hause aufhängen, so bezaubernd sind seine Bilder.

    Celine singt mit einer atemberaubende Stimme, da kriege ich jedesmal Gänsehaut pur.

    Aischa, höchstgradig eingeschränkt, begrüßt und verabschiedet mich mit gleichbleibender fröhlichster Laune, dass die eigene immer sofort um 3 Stufen erhöht wird.

    Wenn ich David frage, wieviel 2+4 ist, nimmt er seine Finger zum Zählen, aber ich gewinne niemals gegen ihn ein Memoryspiel.

    Melanie scheitert spätestens an winzigen Minusaufgaben, aber sie ist im Umgang so wach und intelligent , ich habe noch nie eine Situation erlebt, auf die sie nicht höflich und zuvorkommend, umsichtig und entspannt-angepasst reagierte.

    Christin spricht nicht und sortiert eine halbe Stunde farbige Klötzchen richtig in entsprechende Boxen, dann umschattet etwas ihre Gehirnaktivität und sie hat vergessen, dass dies eine Bedeutung haben soll. Manchmal vergisst sie ganz wo sie ist. Sobald sie Musik hört, tanzt sie mit so fließenden Bewegungen und einer ansteckenden Bewegungsfreude, dass wir immer alles stehen und liegen lassen, um ihr fasziniert zuzusehen.

    Keiner dieser Menschen entbehrt eines besonderen Zaubers!

    Und doch, ich bin müde. Immer mehr.

  • Lottamund

    "Nein Mama, meine Haare sind nicht nass, die schwitzen nur!"

  • Sagt mal Piep

    Hallo Ihr lieben (stillen, treuen(!)) Leser!

    Würdet Ihr vielleicht mal kurz "Piep" tippen?

    Es ist so, ich bin ja eher nur noch seltener hier, mach wenige Einträge nur, mische ansonsten nicht mehr mit, kümmere mich nicht um neue Blogbekanntschaften, sondern lese ausschließlich bei Euch, meinen Blogfreunden, was Euch so bewegt.

    Wenn ich dann doch etwas blogge, dann bilde ich mir also nicht ein, gleich zigs Kommentare zu ernten. Zumal ich ja auch gar nichts Spannendes oder Kommentierenswertes mitzuteilen habe.

    Mir genügt das Wissen, dass Ihr evtl. schon noch bei mir lest.

    Ich bin gerade von meinem Feedjit Live irritiert, (der mir zeigt wer wann auf welcher Seite meines Blogs war) der behauptet, das gar Niemand auf meinen letzten Einträgen war. Was aber nicht sein kann, weil ich ja von Wendy und von Sternenkratzer Beiträge erhalten habe. Deshalb frage ich mich, ob ein technisches Problem vorliegen kann? Oder ich überall auf "ignor" stehe. :P

    Ja dies ist also ein peinlicher Aufruf an meine Freunde. Seid Ihr noch da, lest Ihr mich noch? *grins*

    :oops:

    lg
    manu

  • wie hund und katz

    Gestern gab ich zwei neuen Beschäftigten ersten Unterricht.

    Schon als ich sie aus den Gruppen raushole fragt "Anna" entrüstet: Wie ich muss mit deeem zusammen (sie deutet auf "Ben") lernen?

    Jep mit "dem" bestätige ich und erforsche Ben´s Blick, der stur geradeaus gerichtet ist.

    Wir beginnen mit den ersten Übungen und Ben, der immer alles mit Bedacht angeht, braucht ein bisschen länger bis er mit der Aufgabe startet. Die ungeduldige Anna zeigt ihm wo er starten soll und erklärt ihm nochmal was zu tun ist. "Das weiß ich doch!" Ben klingt verärgert.

    Anna reagiert in Bruchteilen von Sekunden sehr aufgebracht. "Ich will dem doch nur helfen und der ist gleich so unfreundlich zu mir!" Ben horcht auf: Ich bin doch nicht unfreundlich!"

    Es ist, als sprächen sie unterschiedliche Sprachen.
    Ich erkläre, ich würde sie das nächste Mal je in eine andere Gruppe packen, dann müssten sie nicht mehr zusammen arbeiten. Ben guckt unglücklich. Er wollte doch gar keinen Ärger. Anna ist sich nicht sicher, ob sie dies als Tadel auffassen sollte und schaut beunruhigt drein.

    Ich erzähle eine Geschichte in der eine Katze von einer Elster bestohlen wird. Die fliegt mit ihrem Diebesgut auf einen Baum und kommt von dort nicht weg, die Beute ist zu schwer um zu weit zu fliegen. Die Katze nähert sich und klettert auf den Baum.

    "Was passiert jetzt?", frage ich die beiden. "Schreibt es auf!", bitte ich.

    Ben schrieb: Katze und Vogel wurden Freunde und teilten sich die Beute.

    Anna schrieb: Die Katze kratzte den Vogel, so dass der die Beute wieder hergab.

  • Die Lieder meines Lebens

    Ich habe einen sehr breitgefächerten Musikgeschmack. Und es gibt eine Menge Lieder, die ich trillionenmal gehört habe und heiß und innig liebe.

    Aber die Auswahl die ich hier festhalten möchte, begleiten mich durch mein Leben und schaffen es immer wieder mir ein bestimmtes Lebensgefühl aus einer bestimmten Zeit wiederzugeben.

    Ich besuchte ein strengkatholisches Internat. Man durfte dort quasi nichts als Mädchen. Keine Schminke, kein Haarspray, keine kurzen Röcke, keine laute Musik, kein Ausgehen. Wir hatten eine Musiklehrerin, die ich sehr liebte, weil sie uns "flüsternd" von Zeiten berichtete, als sie als Straßenmusikerin durch die Straßen zog. Sie hörte mit uns heimlich(!) das Musical Jesus Christ Superstar, das damals noch von der Kirche verteufelt wurde, und brachte das uns gelehrte Bild von Jesus heftig ins Wanken.
    Ich liebte von der ersten Sekunde dieses Lied und es hat mich seit meinem 12 Lebensjahr nun eng begleitet. Als ich als Gesangsschülerin auf einem Schülerkonzert auftrat, sang ich es. Davon hatte ich zuvor immer geträumt. Es kommt mir so vor, als sei es "mein Lied". Wobei ich mich jetzt nicht wirklich mit dem Text an sich identifiziere, obwohl ich immer bewundert habe, dass Maria Magdalena ganz naturwüchsig davon ausging, Entscheidungsspielraum und Macht über Jesus zu haben. Das fand ich gut. ;)

    http://youtu.be/IH8XYWhtxEA

    Das nächste Lied spiegelt mir, obwohl ich wesentlich jünger bin, ein gewisses Lebensgefühl eines Teenagers, das man glaub ich nur zu alten Zeiten fühlen konnte. Ich kann die Seele des Liedes jedenfalls gut nachfühlen. Meine Liebe zum Soul ward geboren, als ich diese Stimmfarbe zum ersten Mal hörte. Sensationell! Ich lieeeeeeeeeeeeebe es! Ich mag auch Spooky von Dusty Springfield sehr.

    http://youtu.be/DjydOI4MEIw

    Erwähnt werden muss auch meine erste Platte. Ich hab dieses Lied im Radio gehört und war sofort ganz elektrisiert. Ich hab ja sooooo darauf gestanden. Und ich mag es noch heute sehr, sehr, sehr. Irgendwie untermalte es meine erste Idee von Erotik und das nicht wegen des Filmes oder des Videos (die ich damals beim Plattenkauf noch gar nicht kannte). Meine Lieblingsstelle ist: "They don´t know what love is,... but I know what love is". Was für ein Versprechen. :D

    http://youtu.be/PMTu86K-IhI

    Beim nächsten Titel mag man sich über mich wundern, deshalb folgt vorab die Erklärung. Meine Kindheit ist nicht besonders erzählenswert. Ich bin in einem winzigen Dorf groß geworden mit einem Stiefvater, den kein Film schlechter zeichnen könnte. Und dann sind wir von jetzt auf gleich in einer Nacht- und Nebelaktion geflohen. Aus dem 300-Seelenort in eine GROßSTADT. Wer kann sich dieses Gefühl vorstellen wenn man mitten in der Nacht, zum ersten Mal in seinem Leben über eine 8spurige Brücke in ein verheißungsvolles Lichtermeer fährt, welches Freiheit pur verspricht. Im Auto absolute Stille, nur dieses Lied aus dem Radio in der Ultramaxiversion. WOW.

    http://youtu.be/YkADj0TPrJA

    Ich war 16 Jahre alt. Eine Freundin war sauer auf mich. Sie war absolut davon überzeugt die Zuneigung ihres Freundes zu mir, beruhe auf Gegenseitigkeit. So war es nicht. Das hielt sie dennoch nicht davon ab, meinem Freund davon zu erzählen, dass ich ihm fremd ginge. Damit hat sie uns auseinander gebracht. Eigentlich endgültig. Aber doch haben wir uns noch einmal getroffen. Es war eine sternenklare Sommernacht. Unsere kurze Wiedervereinigung kam überraschend, doch wenn ich mir die Bedingungen für das erste Mal vorher ausgemalt hätte, dann wohl genau so. Die Umstände zumindest waren also wunderbar. Und dieses Lied (ohne das ich den Text verstanden hätte) spielte im Radio und ich fühlte mich frei.

    http://youtu.be/Y7dGdrP3pms

    Wirkliche absolute Freiheit fühle ich beim nächsten Lied. Egal wie es sich anhört, es begleitete mich intensiv bei der Entscheidungsfindung zu einer schwierigen, aber sehr notwendigen Trennung. Wieviele unzählige Male ich es in voller Lautstärke im Auto hörte und mir immer sicherer wurde. Woraufhin der atemberaubendste, wundervollste, wildeste Sommer meines Lebens folgte. Und ich bin sicher, sollte je wieder eine Trennung anstehen, dann wird es wieder meine Therapie sein.

    http://youtu.be/cJMeTmdfNWk

    Achso, dies ist kein Stöckchen, könnte aber eins sein. Was sind denn Eure Lebenslieblingslieder?

  • das leere Kinderbett

    Manche Themen begleiten mich seit ich Kinder habe:

    Das Kind weinen/nicht weinen lassen.
    Wie lange stillen?
    Das Kind zu seher pampern/verwöhnen.
    Das Kind loslassen, in neue Lebensabschnitte entlassen.
    Und das Kind im Elternbett.

    Über letzteres habe ich hier schonmal meine Meinung gepostet, aber aus gegebenen Anlass wiederhole ich mich, um meinem Herzen Luft zu machen.

    Wenn ich meinem Gegenüber erzähle, dass meine fünfjährige Tochter zumeist bei uns im Bett schläft, dann schlägt der mindestens innerlich die Hände über den Kopf zusammen. Kürzlich fragte eine Freundin entsetzt: ABER WARUM????? Ganz im Tenor: Was stimmt bei Euch nicht/was stimmt mit dem Kind nicht?

    GRRR. Liebe Miteltern, ich habe absolut, a b s o l u t vollstes Verständnis dafür, dass viele Eltern ihre Kinder lieber nicht im Bett haben, weil dann an erholsamen Schlaf kaum zu denken ist. Und ich trage auch abendlich an mein Kind heran, ob es nicht lieber in seinem Bett schlafen wolle, wo es doch schon so groß sei. Aber wenn ich das mal schärfer formuliere, steigt Flüssigkeit in die großen Augen des Kindes und es sagt, es wolle aber bei mir sein.

    Ich nehme dann mit: Es ist fünf Jahre und es braucht meine Nähe. Punkt.
    Was ich hasse, sind vorwürfliche Blicke, als würde ich dem Kind noch den Schnuller in den Mund schieben.
    Es muss doch groß werden!
    Lernen groß zu sein!
    Sagt der Erwachsene, nur um sich dann am Abend im Bett an den Partner zu kuscheln. Menschen in Partnerschaften kommen eher selten darauf, getrennt zu schlafen (außer der Partner schnarcht)... Naja, es gibt getrennte Schlafzimmer, aber eben selten. Die meisten genießen es doch neben dem Lebensgefährten zu schlafen und aufzuwachen. Und denen, die keinen Partner haben können die Nächte schonmal einsam werden oder?

    Und was genau soll jetzt erziehungstechnisch dabei herauskommen, wenn ich einem Kind diese Nähe, die wir als Erwachsene für uns einfordern und brauchen, entziehe? Wird es dann stärker? Gefeiter? Selbstständiger?
    Ich glaube ja fest daran, dass man nur dann das Leben gut durchsteht, wenn man als Kind genug Liebe tanken durfte. Dann wird man später in Krisensituationen stark sein können.

    Als ich meine Freundin (Psychologin), fragte, was genau sie denn für die Zukunft meiner Tochter befürchte, wenn sie weiter in unserem Bett schlafen dürfe, hatte sie auch keine konkrete Antwort, weil sie kennt das Kind.

    Und es liegt nicht etwa in unserer Kultur begründet, dass wir die Kinder so früh wie möglich aus dem Bett schmeißen! Denn früher war das anders. Da lagen die Kinder mit im elterlichen Bett, wenn es zu viele wurden, dann durften eben nur die jüngsten in diesen Genuss kommen.

    Je zivilisierter wir wurden, je weniger Kinder wir bekamen, desto mehr geriet auch diese Natürlichkeit aus dem Blick. Und wurde unnatürlich. Merkwürdig find ich das.

    Ich bin mit einem Inder befreundet, da war das auch so, dass die Kids selbstverständlich bei den Eltern schliefen, bis der Große mit ca. 5 Jahren sagte, er wolle im eigenen Zimmer schlafen, wie die anderen Kinder im Kindergarten. Nachts tapperte er dann aber doch noch zu den Eltern, erzählte mein Freund.
    Mein Schwager ist mit einer Thailänderin verheiratet, bei denen war es auch so. Das Kind hatte bis zum 7. Lebensjahr gar kein richtiges eigenes Zimmer. Das begann erst mit der Grundschule, dass sie ihren eigenen Raum einforderte.

    Ich behaupte, diese Kinder sind womöglich etwas ausgeglichener. Denn Fakt ist, Säuglinge, Babys, Kleinkinder werden häufig in der Nacht wach, bis zu fünfmal. Die meisten finden selbst wieder in den Schlaf. Ich behaupte in der Nähe der Eltern geht das schneller.

    Achja, und trotzdem haben die Eltern anderer Kulturen Sex. Wir nutzen das Bett halt als Schlafelegenheit. Zweisam kann man ja auch woanders sein.

    that´s it!
    manu

  • Selbstmacherei

    Bevor ich in die Küche gehe, um nach ungesunden Sachen zu fahnden, die ich in mich reinstopfen könnte, muss ich unbedingt erzählen, wie gesund ich ansonsten seit neuestem lebe.

    Ich mache den Joghurt selbst, der mittlerweile meistens gelingt.
    Ich backe Sauerteigbrot mit eigens hergestellten Sauerteigstarter, was immer besser gelingt.
    Marmelade hab ich schon immer selbst gemacht, aber ich wills trotzdem erwähnen, weils so schön passt.
    Getrocknete Tomaten, mit viel Knobi eingelegt...
    Eingelegte Gürkchen (die liegen gerade im Salzwasser, die müsst ich gleich fertig machen).

    Mein Mann sagte heute morgen zu mir, uns fehle nur noch der passende Ökohof zu meinen neuen Aktivitäten.

    Jaaa... irgendwie ist die Küche als Aufenthaltsraum doch einfach befriedigender und halswirbelschonender als vorm Lappi blöde Rechtstexte zu lesen. Oh Mann, ich hoffe es liest keine erklärte Feministin mit, die mich und meine geistigen Irrungen jetzt wohl aufs tiefste bedauern täte.

    Nun denn...
    manu

  • Das Lernen

    fällt mir mal wieder schwer...

    Ich verstehe die Fragen nicht in ihrem gesamten Umfang und so bietet die Entscheidung in welchen themenrelevanten Sachbüchern ich nach welchen Antworten suchen soll, größtes Verzweiflungspotential.
    Also lese ich wahllos empfohlene Texte und denke mir an der ein oder anderen Stelle: vielleicht könnte dies eine mögliche Lösung sein? Dann gleiche ich ab... aber in der Zeit in der ich zwischen den Seiten blättere habe ich schon längst vergessen, was ich gerade zuvor noch gelesen hatte.

    Nur langsam und mühsam erschließt sich mir, was gemeint sein könnte.

    Mittlerweile habe ich gelernt, so ist der Anfang halt immer (bei mir). Meine heruntergefahrenen Synapsen kommen nur schleppend in Gang. Es ist als fangen sie langsam an zu flackern, immer nur kurz ein klitzekleines bisschen. An Schaltungen ist noch lange nicht zu denken. Wenn ich jetzt diszipliniert am Ball bleibe, dann wird aus dem flackernde Licht ein zarter Schein und irgendwann nach zwei Wochen finden die ersten Verknüpfungen statt. Ich verarbeite, ich begreife endlich, richtiggehende Vernetzungen entstehen, bzw. könnten entstehen, wenn mir mehr Zeit gegeben wäre. Aber der Abgabetermin zwingt mich vorab abzubrechen.
    Dann fährt das System runter und muss sich erst wieder mühsam mit einer neuen Thematik anfreunden.

    Mein Nacken tut weh und meine Disziplin muss ich erst suchen gehen. Vielleicht finde ich sie ja in der Küche.
    Machts gut.
    Manu.

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