szmmctag

  • Intelligenzbestie

    ich.

    Großmütig verkünde ich meiner Freundin, dass ich das Radl ihrer Kleinsten selbstverständlich von ihrem Zuhause abhole und zur Kita transportieren kann.
    Selbstverständlich. Obwohl ich selbst nur aufs Rad angewiesen bin und mir sofort klar war, dass es kompliziert und gefährlich sein könnte.
    Ich und das Gleichgewichtssinn haben nämlich ein gestörtes Verhältnis zueinander.

    Heute morgen erst, riss es mich vom Rad. Gut dass ich immer so gut eingepackt bin. Man heute nur ein dumpfes "Bloff" und dann konnte ich mich erneut unversehrt auf den verbogenen Drahtesel schwingen.

    Jedenfalls, ich zwänge mich also mit meinem Rad durch eine Engstelle zwischen Garage und Häuserwand, durch die man muss, will man in den Garten meiner Freundin. Kurz kommt mir der Gedanke, dass es ja echt eng ist... aber dann such ich das Kinderfahrrad, finde es und bin hochkonzentriert damit beschäftigt, es irgendwie auf meinen Gepäckträger zu fixieren. Mit Schweißperlen auf der Stirn finde ich endlich eine Stellung, die es mir erlauben würde, selbst aufs Rad zu steigen ohne das dass Konstrukt wieder umkippen kann. Ich befestige das Rad zusätzlich mit Bändern. Sicher ist sicher und achte auch darauf, dass nichts in meine Speichel geraten kann.

    Gut und schön. Ich schiebe hin zur eingangs erwähnten Engstelle und möchte am liebsten meinen dämlichen Kopf gegen die Wand donnern.

    NATÜRLICH kam ich nicht mit dem querstehendem Radl der Kleinen dadurch. Also wieder zurück alles. AAAAAAAAARGH!

    Naja, aber die Fahrt zur Kita ist dann doch gutgegangen. Erstaunlich.

  • Merke:

    "Sie müssen mich fragen, und nicht sich,
    wenn sie mich verstehen wollen!"
    (Johann Georg Hamann zu Immanuel Kant)

  • Oma goes Internet

    Ich habe entgegen aller hochgezogener Augenbrauen der Kinder und kopfschüttelnder Enkelkinder meiner Schwiegermutter ein Smartphone zu ihrem Geburtstag geschenkt. Ich dachte es kann nicht verkehrt sein, wenn sie via Whatsapp Kontakt mit all ihren Enkeln halten kann.
    Sie kann SMS empfangen und versenden, warum sollte eine 84-jährige nicht auch noch den nächsten Sprung ins Internetzeitalter wagen und meistern können?

    Niemals hatte ich damit gerechnet, was ich in ihr ausgelöst und damit angerichtet habe.
    Es ist so, als hätte ich eine teufliche Saat in ihr Haus gebracht.

    Sie hatte Tränen in den Augen, eine Reaktion die ich eigentlich auf meine früheren Geschenke, die schönsten Fotoalben von den Enkeln, erwartet hätte.
    "Das ist das Schönste was mir je geschenkt wurde!" hörte ich sie flüstern. Das ist natürlich traurig, nachdem sie fast ein Jahrhundert gelebt hat.

    Als Opa neugierig rüberschaute und dann gar das Modell einmal anfassen wollte, geriet Oma außer sich: "Neiiin! Das ist meins! Erst muss ich alles verstehen, dann kriegst Du es!"
    Opa ließ sich aber nicht zurückhalten und als Oma ihre "Pflichten" wieder aufnahm und in die Küche verschwand, machte er sich über das Smartphone her. Sehnsucht sprach in seinen Augen. Es ist klar, er will auch eins.
    Und dann wird der Tag kommen, das wir zu Besuch erscheinen und weder Opa noch Oma werden uns eines Blickes würdigen, weil sie mit ihren Smartphones beschäftigt sind und uns darüber Nachrichten und Selfies schicken.

    Ich fürchte, das hab ich vorher nicht bedacht, dass ich damit den Fluch der Menschheit in den Haushalt dieser zwei unbescholtenen, bis gestern normal tickende Menschen gebracht habe.

    Verdammich!

  • Oh Mama

    Love it!

  • 6 Projekte

    Bei uns geht es momentan in vielerlei Hinsicht drunter und drüber.
    Turbulent. Das Leben lebt sozusagen, gerade vor allem bei uns. Während ich mich immer lieber immer mehr ins Bett zurückziehe. Und meiner neuen Obsession, dem Häkeln nachgehe. Ich häkele was das Garn hergibt. Nichts wär für mich schöner als ein Himmel voller Garn und Wolle. Und ich bin unglaublich stolz auf meine Endprodukte, aus meiner Sicht für mich schier unglaublich filigrane Arbeiten, Projekte, für einen Anfänger sehr talentiert gemeistert. Jawohl. Sag ich jetzt und zeige Euch lieber keine Photos zum Beweis.

    Weeeeil, naja, ich sehe was meine Häkelstücke in Wirklichkeit sind. Langweilige Häkelstücke halt, denen man meine Mühe nicht ansieht. Da sind Topflappen dabei in tunesischer Häkelmachart (boah bin ich stolz darauf), die aber nicht wirklich als Topflappen taugen, weil sie zu klein geworden sind und auch das Garn nicht wirklich die Hitze abhalten wird. Außerdem, will ich, dass was an meine Topflappen kommt??? Neee.... Ein Blümchen, ein kleines Täschchen für Lotta, beides benutzt sie nicht, Glas-Sets,...

    Ich habe mir ein Häkelbuch gekauft und schaue mit verrücktem Enthusiasmus auch mitten in der Nacht russische oder arabische Häkelanleitungen an. Kein Krimi kann mich da mehr locken.

    Und jetzt, jetzt habe ich gerade das 6. Projekt parallel laufen, weil ich soviel noch ausprobieren will und gar nicht weiß, was mir jetzt am meisten Spaß machen würde.

    Zum Einen ist da noch der grüne Pullover der darauf wartet zu Ende getrickt zu werden, blaue Stulpen, die das Lottakind wirklich wirklich jetzt gebrauchen könnte und nicht erst im Sommer, lila Stulpen die ich bereits vorangebracht habe, mintgrüne Topflappen mit gelben und rosa Herzchen drin, die ich ja zu gerne fertigstellen und in dich Küche hängen würde, natürlich nur zum Ansehen, ist klar, und zwei weitere unglaublich nett aussehende Blümchen reizen mich sehr, die ich vielleicht in Patchworkart als Kissenbezug zusammenstellen könnte. Achherjeee... wo fang ich an, bzw. womit mach ich jetzt weiter?

    Da wäre noch das 6. Projekt, die Hausarbeit. Umgangsrecht. NÖP KEINE LUST

    Ich bin für die Herzchentopflappen, oder fang ich mit den Blümchen an, das wird schwierig, darauf freu ich mich. Oder doch die Stulpen stricken, das geht sicher schnell???

    Euch nen schönen Aschermittwoch!
    Manue

  • Ohnmacht

  • Die Antwort der Abwallwirtschaft

    Ein Herr von und zu Waterloo hat mir bemüht blumig und damit langatmig, aber sehr humorfrei geantwortet.

    Im Fazit bedauert er mir mitteilen zu müssen, dass sie mit ihren Fahrzeugen unsere Straße nicht befahren können, weshalb ich leider die Tonnen und Säcke und Sonstiges an die nächste für die Müllabfuhr zu befahrende Straße stellen müsse.

    Sehr intelligent die Antwort. Denn nun riskiere ich mit jedem weiteren Aufschrei, dass die Mitarbeiter nicht mehr die Tonnen wie bisher vom Grundstück holen, was sie bislang ja tatsächlich taten, obwohl sie es offenbar gar nicht müssen.

    Ich möchte fragen: Warum können sie denn in die anderen Stichstraßen befahren, die haaaaargenauso breit sind? Soll ich wiiiirklich als einzige unter den Stichstraßennachbarn meine Tonne jetzt mitten (mangels Bürgersteig nicht anders möglich) auf die nächste Straße stellen (was zur Folge hätte, dass auch hier kein Müllauto mehr durchkäme, wobei dann vermutlich Gerechtigkeit hergestellt wäre) oder muss ich sie wirklich auf fremder Leuts Grundstücke stellen? Im Ernst?

    Naja, ich werde nicht mehr muckeln, hoffen, dass die morgen die Tonne abholen und den gelben Sack zukünftig im Garten verbrennen ;), weil wie gesagt, den auf fremder Leuts Grundstücke werfen, oder auf der Straße verteilen... ähm ja,..

    Ansonsten verzeiht mir das nicht Antworten. Ich bin gerade auf der Panikstrecke kurz vor der Abgabe einer Hausarbeit.

    Liebe Grüße an Euch
    Manu

  • Mein Brief an die Abfallwirtschaft

    (ich glaube man bemerkt unschwer, dass ich das bloggen vermisse)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir haben seit 2009 die Problematik, dass unser gelber Sack häufig nicht abgeholt wird. Das mag daran liegen, dass die Nachbarn zur Rechten keinen gelben Sack füllen, die Nachbarn zur Linken ihren wohl aus leidvoller Erfahrung immer zur größeren Querstraße bringen und dort an einen fremden Gartenzaun hängen (ansonsten fiele der Müll direkt auf die Straße).

    Damit habe ich es aber nicht so, ich will meinen Müll nicht an fremder Leute Eigentum hängen. Also beharre ich störrisch darauf, den Sack vor die Tür zu stellen, wie meine Nachbarn in den parallel verlaufenden Stichstraßen es auch tun (dieselben Bedingungen). Die stellen ihren gelben Sack sogar, wie ich neidvoll beobachtet habe, einfach nur neben die Tonne, so dass er gar nicht unbedingt von der größeren Querstraße zu sehen ist. Sie haben damit dennoch Erfolg, ich wie gesagt leider nur manchmal. Diese Woche dann wieder mal nicht. So bleibe ich zwei Wochen auf einen durch und durch nasssgeregneten gelben Sack hängen, der eigentlich von jeder Querstraßenseite aus supergut hat gesehen werden können, weshalb ich da doch einen gewissen Unwillen bei ihren Mitareitern hineininterpretiere. Vielleicht lohnt es sich nicht, für einen nochmal in die Straße laufen zu müssen.

    Das ist ärgerlich für mich, so ärgerlich, wie dass die Tonnen(Papier und Restmüll) manchmal nachdem sie geleert wurden irgendwo in der Nähe der "Hauptstraße" verbleiben. Dann muss man sich erstmal auf die Suche machen und fremde Grundstücke betreten, was wie eingangs erwähnt, nicht meine Lieblingsbeschäftigung ist.

    Einmal ist uns schon eine Papiertonne verloren gegangen, die Sie ersetzt und mit einer Hausnummer versehen haben. Danke dafür.

    Diesmal ist unsere Restmülltonne abhanden gekommen. Genaugenommen hat mich jemand mit einer fremden beglückt (was mir als ich sie schwungvoll füllte, nicht sofort aufgefallen ist). Doch beim genauen Hinsehen bemerkte ich zu spät eben, dass es sich um die Tonne der Nachbarn in Hausnummer 21 handelt. Nun könnte man denken, die hätten unsere. Also bin ich mit mit dem fremden Gut dorthin, aber da stand bereits eine andere Restmülltonne. Nicht meine. Da sich in der 21 nun schon mein Müll befindet, hab ich sie wieder zurück auf unser Grundstück geschoben. Ich war mir dabei nicht sicher, welche Tat strafbarer ist, die fremde Tonne auf meinem Grundstück, oder mein Müll in fremder Tonne.

    Wir haben jedenfalls keinen Vorteil gewonnen, denn unsere hatte mehr Fassungsvermögen, aber steht jetzt ja leider wer weiß wo.

    Ich bitte also um eine neue Tonne vielleicht mit deutlich erkennbarer Hausnummer drauf und eine genauen Hinweis, wo ich bitte den gelben Sack deponieren muss, damit er mitgenommen wird. Am liebsten wäre mir halt, dass ich nicht erst damit um den Block laufen muss.

    Mit freundlichen Grüßen
    manu

  • Aspirational

    Unter folgendem Link (etwas den Text runterscrollen) könnt Ihr den Kurzfilm Aspirational mit Kirsten Dunst sehen.

    Nette Zeitgeistdoku. Ich find ihn klasse real und gruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuselig.

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2014-09/kirsten-dunst-selfie-kurzfilm-aspirational

    PS: Kennt Ihr die Geschichte des amerkanischen Mädchens (dem ich gar keine großen Vorwürfe mache), das ein Selfie von sich im Konzentrationslager getwittert hat?

    Da dachte ich mir schon, Mensch, lasst es in Ruhe, das Mädchen hat sich nix dabei gedacht, ist klar... aber wo wird der Weg der Gesellschaft wohl hinführen? Ich bin froh, dass ich am Ziel nicht dabei sein werde.

  • Mein Brotkorb/Utensilo

    In letzter Zeit ist mein Hobby (Freunde und ein Leben außerhalb der Arbeit und des Studiums hab ich ja nicht) alles selbst zu machen.

    Ich backe wirklich seit Wochen unser Brot, stelle immer noch den Joghurt her, ach generell, alles was man so selbst machen kann, gewinnt schnell mein Interesse.

    Und jetzt habe ich (und wer mich kennt, weiß was das bedeutet) mir eine Art Brotkörbchen g e n ä h t.

    Ich weiß nämlich nie wohin mit dem selbstgebackenen Brot (und hülle es deshalb immer in Küchentücher). Tüten fallen weg, weil ich erstens kein Plastik benutzen will, zweitens würde es darin zu sehr schwitzen. Dasselbe gilt für sämtliche Brotbehälter, die ich so ergoogeln konnten und die unter 100 Euro kosten. Und wenn darin einmal nur ein Brot geschimmelt ist, kann man den Kasten wegwerfen.

    Also ist die Alternative Leinen oder Baumwollstoff, dachte ich mir.

    Ich habe mir im Internet einen Stoff ausgesucht (bei dem ich mich aber inzwischen frage, was mich in diesem Moment geritten hat), Bügelvlies (von dem ich vorher nicht wusste, das es ihn gibt) gleich mitbestellt und gestern kam das Material an.

    Bis 23.23 Uhr habe ich dann daran gesessen und hier ist es. Ähm, weiter unten natürlich.

    JOAH ich weiß schon. Die Stoffwahl,... und irgendwie... ja... aaaber handwerklich ist es schon gut geworden oder? Ich war nie in einem Nähkurs oder so. Deshalb, obwohl das Ergebnis mich selbst nicht überzeugt, bin ich doch irgendwie stolz.

    Aber ich frage mich, ob ich jetzt nicht noch Henkel dran packe und es eher als kleine Tasche benutze, weil eigentlich passt das Utensilo gar nicht in unsere Küche. Als ich den Stoff bestellt, dachte ich noch, och so ein Farbklecks ist bestimmt super. Aber irgendwie... naja...
    IMG_20140926_135621zauberbaum

    Meine große Tochter Nannerl sagt dazu, dass es eher aussieht wie ein Katzenkörbchen, weiter hat sie die Idee, man könnte auch Erde hineintun, dann sei es ein schöner Blumentopf. HMPF

    Der Zauberbaum ist ein Kunstwerk von ihr, da muss man wohl nicht lange darüber nachdenken, wie der liebe Gott das Talent in unserer Familie verteilt hat.

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